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 Intel Nehalem wird "Core i7" heißen

Prozessoren | 10.08.2008, 21:00
Die für das vierte Quartal angekündigte nächste Intel-Prozessorgeneration mit Codenamen "Nehalem" bekommt heute einen Namen. Alle Prozessoren dieser Serie werden den etwas sperrigen Namen "Intel Core i7 Processor" tragen. Obwohl es noch einige Monate bis zum Launch sind, will Intel scheinbar nichts dem Zufall überlassen so läuft sich das Marketing schon einmal mit der heutigen Nennung des Namens warm. Die Logos sollen zum IDF nächste Woche präsentiert werden, doch fanden auch sie bereits ihren Weg ins Netz.

Wie schon seit Jahren üblich, wird es neben den "normalen" Prozessoren auch die überproportional teuren "Extreme Editions" geben. Ebenfalls wie gehabt werden sie sich in der Farbe des Logos unterscheiden: "Extremes" schwarz und "Normalo" Intel-blau. Die Kollegen der chinesischen Webseite Expreviewbekamen sie in die Hände.



Offen bleibt bislang, wie die Namensgebung der 2009 erwarteten Nehalem-Abkömmlinge Lynnfield und Havendale in die i7-Nomenklatur eingepasst und unterschieden werden soll. Den Namen Core i7 sollen sie dem Vernehmen nahm jedenfalls tragen.

Wenn es auch keine offiziellen Erklärungen zur Entstehungsgeschichte des Namens gibt, so wollen wir an dieser Stelle doch ein wenig spekulieren und auch damit auch die Geschichte der Intel-Prozessoren in ein paar Worten in Erinnerung bringen. Intels Nomenklatur folgte lange Zeit einer relativ einfachen Zählweise. Nach den Anfängen 4004 und 8008 begann schon bald die Zeit der x86-Zählung, die heute noch die gesamte Computerbranche prägt. Nach 8086, 80186, 80286 und 80386 folgte als letzter Namensträger der 80486, wobei die führende "80" oftmals unterschlagen wurde.

Da sich Zahlenkombinationen nicht urheberrechtlich schützen lassen, ging der 586 als "Pentium" an den Start, wobei die Architektur den Namen P5 erhielt. Sie wirkt immer noch nach, denn die P55-Kerne des Pentium MMX mit ihrer in-order Verarbeitung bilden die Grundlage für Intels Grafik-Flagschiff Larrabee. Schon kurze Zeit später kam die P6-Architektur des Pentium Pro (von dem mancher aufgrund seiner miserablen 16 Bit-Performance heute behauptet, er wäre um Jahre zu früh gekommen). Doch seine Grundzüge bilden bis heute die Grundlage der Intel-Prozessoren, bis hinein in die Core-Prozessoren des Jahres 2008. Vernachlässigt man die im Rückblick gescheiterte Netburst-Architektur des Pentium 4 (die ja irgendwie auch noch P6 war), wäre Nehalem mit der Integration des Speichercontrollers in den Prozessor die siebte Generation, also P7, oder wie Intel sie scheinbar nennt: i7.

Die kommenden Monate, in denen Details wohl Stück für Stück durchsickern - oder durchgesickert - werden, werden zeigen, wie viel P6 noch in i7 liegt, oder ob Intel wirklich wie bei den anderen Übergängen in der Zählweise alles neu durchgedacht hat. Wir sind aber ziemlich sicher, dass auch i7 noch das unselige A20-Gate enthalten wird, auf dessen Abschaffung sich Intel und Microsoft bereits im Jahre 2001 geeinigt hatten und dass auch Nehalem, pardon Core i7, noch DOS booten können wird...

[tm]



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