In einer aktuellen Studie bescheinigt TNS Infratest dem Standort Deutschland einen Anteil an Internet-Nutzern von rund 60 Prozent, während 2001 lediglich 37 Prozent Zugriff auf das weltweite Datennetz hatten. Seit 2001 um 39 Prozent zugenommen hat dabei die Zahl der Nutzer zwischen 14 und 29 auf nunmehr 88 Prozent, während Anwender zwischen 30 und 49 sogar um 60 Prozent zulegen und sich die Summe der Nutzer über 50 sogar mit 127 Prozent reichlich verdoppelt hat.
Interessant ist zudem, dass 2007 fast zwei von drei Männern online sind, während lediglich jede zweite Frau einen Internet-Zugang besitzt. Dieser Unterschied ist allerdings stark abhängig vom Alter und verschwimmt in der jüngeren Generation zwischen 14 und 19 Jahren nahezu vollständig. Dort greifen auf beiden Seiten neun von zehn Jugendlichen auf das weltweite Datennetz zu.
Gleichzeitig fällt das Gefälle zwischen den neuen Bundesländern und den alten Bundesländern auf. So kann Sachsen zwar deutschlandweit mit dem größten Zuwachs an Internet-Nutzern punkten, doch verläuft ansonsten der Zuwachs in Ostdeutschland deutlich langsamer als im gesamtdeutschen Durchschnitt. Betrachtet man lediglich die Bevölkerung über 50 fällt der Unterschied sogar noch dramatischer aus, sodass hier bis zu 25 Prozent weniger ältere Menschen das Internet verwenden als in Westdeutschland.
Technologisch betrachtet hat die Zahl der Breitband-Zugänge im Vergleich zur letzten Erhebung 2006 um ein Viertel zugenommen, während die Menge der Nutzer von Schmalbandzugängen von 43 auf 31 Prozent um knapp ein Drittel kleiner geworden ist. Fragen darf man sich allerdings nach der Rolle des Internets außerhalb des PC. So liegt die Zahl der sonstigen Zugänge, die auch Mobiltelefon per UMTS oder GPRS mit einschließen bei mageren 2 Prozent und konnte sich damit im Vergleich zu 1,8 Prozent in 2006 lediglich um 11 Prozent verbessern. Hier dürften neben den wenig komfortablen Angeboten auch die extrem hohen Preise eine wesentliche Rolle spielen.
[rl]