Der Phenom 9950 ist mit seinen vier Kernen derzeit AMDs Top-Prozessor, der bei einer Taktrate von 2,6 GHz die höchsten Ansprüche an die Rechenleistung befriedigen soll. Unsere Partner von den
Lost Circuits haben sich das Modell zu Gemüte geführt und gleichzeitig dem Energie-Konkurrenten Phenom 9350e gegenüber gestellt. Interessante Erkenntnisse tauchten dabei besonders bei Strom-Spartechniken und ihren teils deutlichen Auswirkungen auf die Performance auf.
Die Lost Circuits haben sich beide 65-nm-Prozessoren angeschaut und die technischen Hintergründe ausführlich beleuchtet. Dabei legen sie vor allem auf die Leistungsaufnahme Wert und diskutieren entsprechende Hintergründe dazu. Dabei sind sie auf ein Paradoxon gestoßen, dass Cool'n'Quiet betrifft und durchaus interessante Auswirkungen auf die Performance einiger Anwendungen hat. So sind bedingt durch die unterschiedliche Auslastung von I/O-System und CPU-Last manche Programme mit aktiviertem CnQ langsamer als bei deaktiviertem CnQ. Betroffen zeigten sich zum Beispiel Crysis oder VirtualDub. Gleichzeitig erreichte FEAR aber zum Beispiel mit aktiviertem CnQ höhere FPS-Ergebnisse als bei deaktiviertem CnQ.
Wir sind auf diesen Umstand bereits in unserem
Phenom-Roundup gestoßen, konnten aber keine direkte Erklärung dafür liefern.
Die Lost Circuits sehen einen Grund in der Software-Architektur, je nachdem, ob die Programme Single-Threaded oder Multi-Threaded arbeiten und natürlich in den Anforderungen an das Subsystem. Es dürfte also durchaus interessant sein, bei wichtigen Anwendungen genauer hinzusehen, wie stark die Ergebnisse schwanken. Ein Performance-Sprung von bis zu 30 Prozent könnte das Ergebnis sein. Allerdings wird hier gleichzeitig auch der Ruf an die Entwickler laut, diese Misstände möglichst gering zu halten, weil es kaum Sinn der Sache sein kann, Stromsparoptionen abhängig von der Anwendung zu verwenden.
[rl]