Neue Prozessoren von AMD für den Low-Cost-Markt dürften frühestens ab 2009 in Low-Cost-Notebooks erscheinen. Die Prozessoren selbst dürften allerdings schon Ende des Jahres verfügbar sein, berichtet die
Digitimes unter Bezug auf Herstellerinformationen. Zudem gibt es ergänzende Informationen über die technischen Details.
Beim Prozessor, zu dem erst kürzlich ein
technisches Schaubild aufgetaucht ist, handelt es sich wahrscheinlich um die ältere K8-Architektur, was auch den Einsatz von DDR2-400-Speicher erklärt. Er arbeitet außerdem mit einer Frequenz von bis zu 1,2 GHz und soll in einer Strukturgröße von 65 Nanometern hergestellt werden. Intern setzt AMD ebenfalls auf einen einzelnen Kern mit 64-Bit-Unterstützung, der letzten Angaben zufolge bis zu 8 Watt verbrauchen soll.
Als Konkurrent zu Intels Atom-Prozessor angesetzt, visiert AMD wieder einmal einen etwas geringeren Preis an und erhofft sich dadurch Vorteile in der Nachfrage. Derzeit sei man in Verhandlungen mit MSI, Hewlett-Packard und Acer über entsprechende Lieferabkommen.
Mit ersten Mini-Notebooks im Handel dürfte man allerdings erst im ersten Halbjahr 2009 rechnen. Grob gerechnet kann man also davon ausgehen, dass zur CeBIT im nächsten Jahr deutlich mehr Low-Cost-Notebooks zu bestaunen sein werden. Ebenfalls dürfte die Hersteller-Vielfalt und die Möglichkeit, sowohl Systeme auf Basis von Intel, AMD oder VIA anbieten zu können, eine breite Angebotspalette für jeden Geldbeutel möglich machen. Spannend ist außerdem, wie sich die Geräte auf die Preise deutlich teurerer Notebooks traditioneller Größe auswirken.
[rl]